Zeitarbeit - sozial fair?

08.10.2009

Die Zeitarbeit boomt. Das bejubeln einige und andere fordern Mindestlöhne für Zeitarbeiter. Die einzigen Profiteure dieses Phänomens sind Zeitarbeitsunternehmen zu Lasten der Arbeitnehmer und letztlich auch der Arbeitgeber. Lesen Sie meine Gedanken hierzu...

Warum eigentlich boomt die Zeitarbeit in so exorbitantem Ausmaß?

Ich behaupte aus einem simplen Grund. Unser Arbeitsmarkt ist zu unflexibel.

Würden wohl all´ die vielen Unternehmen teure Leiharbeiter beschäftigen, wenn es andere Wege gäbe, flexibel auf wechselnden Arbeitskräftebedarf einzugehen? Sicher nicht.

Das ungerechte daran ist, dass die politisch und gewerkschaftlich motivierte Starrheit genau denen schadet, denen es eigentlich nützen sollte: den Arbeitnehmern, Denn diese müssen sich als relativ schlecht bezahlte Leiharbeiter verdingen, obwohl die Unternehmen für sie einen durchaus fairen Stundenlohn bezahlen – aber leider an die Zeitarbeitsfirmen.

Ist das fair? Nein, ist es nicht!

Ich kritisiere hierbei am wenigsten die Zeitarbeitsunternehmen, die unter den gegebenen Bedingungen größtenteils einen ordentlichen und fairen Job machen. Nein, ich kritisiere die Bundesregierung und insbesondere die Union die sich den Gewerkschaften immer wieder beugen und keinen Mut hatten und haben, den Arbeitsmarkt in der notwendigen Weise zu flexibilisieren.

Lasst uns den Arbeitsmarkt flexibilisieren. Dann könnten Unternehmen Menschen direkt beschäftigen und vernünftig bezahlen. Sie bräuchten nicht den Umweg über Leiharbeit gehen. Das wäre sozial wirklich gerecht. Denn dann würden diejenigen von ihrer Arbeit am meisten profitieren, die sie auch leisten!

Eine Flexibilisierung hätte noch einen Effekt. Es würden zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, weil die Risiken für Arbeitgeber geringer wären. Außerdem würden Arbeitnehmer viel schneller und einfacher neue Chancen und dem Arbeitsmarkt erhalten - aus genau demselben Grund. Weil das Risko einer Einstellung geringer wäre.

 
 
 

(C) 2012 Andreas Keck