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Ärzte sollen auf Incentives und Prämien freiwillig verzichten

Andreas Keck23.06.2012

Auch wenn der Bundesgerichtshof vor kurzem die Incentivierung von Ärzten durch die Pharmaindustrie für rechtens erklärt hat, sollten die  Mediziner aber doch am besten in einer Art Selbstverpflichtung das Ende dieser zumindest anrüchigen Praxis erklären. In einer Branche, in der das Vertrauen zwischen Patient und Arzt derart wichtig ist, habe zumindest ich ein ungutes Gefühle, wenn ich nicht weiß, ob ein eben verschriebenes Präperat wirklich notwendig ist oder nur dem Prämienpunktekonto meines Arztes gut tut.

Wenn Beamte oder Angestellte schon wegen kleinster Geschenke der Vorteilsnahme schuldig sind und ihren Job riskieren, finde ich es unmöglich, wenn Ärzte sich auf Kosten der Patienten die Taschen vollstopfen. Denn letzten endes Zahlen ja die Patienten die Zeche über ihre Beiträge und nicht die Kassen oder die Pharmaindustrie.

Die Kassen sollten nur noch Geschäftsbeziehungen mit Ärzten machen, die eine solche Selbstverpflichtung unterschreiben. Diese sollte auch eine Vertragsstrafe bei Zuwiderhandlung enthalten und im wiederholten Fall zum Verlust der Zulassung führen. Sollte eine solche Selbstverpflichtung nicht zum Erfolg führen, würde selbst ich als Liberaler für eine gesetzliche Regelung plädieren.

Als Arzt wiederum würde ich alles tun um mich von Makel der Bestechlichkeit und Käuflichkeit zu befreien. Jetzt sind aus meiner Sicht die Mediziner und ihre Verbände am Zug!

 

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(C) 2013 Andreas Keck