Besuch beim Genossenschaftsverband Bayern

19.04.2018
Andreas Keck

Interessanter Austausch und viele Übereinstimmungen mit dem Genossenschaftsverband Bayern. Ein gut gemeinter Verbraucherschutz in Sachen Finanzanlagen wird immer mehr zum Boomerang durch überbordende Bürokratie und tonnenweise Papier zur „Aufklärung“ vermeintlich unmündiger Anleger. Evtl. ist man nach der Finanzkrise auch über das Ziel hinausgeschossen, daher müssen wir genau überlegen, was sinnvolller Verbraucherschutz ist und was nur Placebo. Wer liest schon hunderte von Hinweisen mit Fachbegriffen durch? Der Durchschnittsbankkunde bestimmt nicht.

Mir persönlich wurde durch das Gespräch nochmals verstärkt bewusst, dass weitere Aspekte im Argen liegen:

Dass  durch übertriebenen Verbraucherschutz z. B. auch innovatives Crowd-Funding über Online-Plattformen für Unternehmen und Projekte massiv behindert werden, nennt man dann wohl Kollateralschaden.

Was ist auch nicht will ist die Einführung einer Haftungsunion durch die europäische kalte Küche, welche die Risiken für deutsche Genossenschaftsbanken oder auch für die Sparkassen mit bestens funktionierenden Einlagesicherungssystemen drastisch erhöht und dazu führt, dass schlecht abgesicherte Banken sich dann indirekt bei deutschen Sparern schadlos halten.

Weitere Gemeinsamkeiten sind der Kampf gegen immer mehr Bürokratie, für eine kluge und wirtschaftsorientierte Bankenaufsicht und für Regeln zur Kreditvergabe, die auch zukünftig Kapital und insbesondere auch Risikokapital für die Wirtschaft verfügbar macht.

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